Das Bundesverwaltungsgericht hat am 3. November 2020 die Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss für die Errichtung des deutschen Teils der Festen Fehmarnbeltquerung abgewiesen. Gegen das kombinierte Eisenbahn- und Straßentunnelbauwerk waren in einem der größten Umweltrechtsprozesse in der Geschichte des Bundesverwaltungsgerichts Klagen des Aktionsbündnisses gegen die Feste Fehmarnbeltquerung, des Naturschutzbundes Deutschland, dreier Fährunternehmen, verschiedener Gemeinden sowie eines Grundstückseigentümers anhängig. Die Klagen der Stadt Bad Schwartau sowie der Gemeinden Scharbeutz und Großenbrode sowie die Klage eines Grundstückseigentümers wurden durch Vergleiche beendet.

HFK Rechtsanwälte haben die staatliche dänische Projektgesellschaft Femern A/S als Vorhabenträgerin bereits seit 2010 im Rahmen der Vorbereitungen der Planungen für die eisenbahnrechtliche Planfeststellung, die Umweltverträglichkeitsprüfung und den Grunderwerb beraten.

Der knapp 19 km lange Absenktunnel (einer der längsten Absenktunnel der Welt) zwischen der dänischen Insel Roedby und der deutschen Insel Fehmarn wird aus einer zweigleisigen elektrifizierten Bahnstrecke und einer vierspurigen Autobahn bestehen. Mit einem geplanten Investitionsvolumen von über 7 Milliarden Euro handelt es sich bei dem Vorhaben um eines der größten europäischen Verkehrsprojekte. Die dänische Projektgesellschaft Femern A/S hat die Feste Fehmarnbeltquerung zusammen mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein geplant und wird das Tunnelbauwerk errichten und betreiben. Auf Seiten von HFK Rechtsanwälte waren unter der Leitung von RA Wulf Clausen, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, auch RA Dr. Philipp Steinwärder und RA Dr. Thorsten Behle aus dem Infrastrukturteam von HFK Hamburg eingebunden. HFK Rechtsanwälte beraten darüber hinaus auch bei der Vorbereitung und Durchführung der Planfeststellungsverfahren für die Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung sowie die neue Fehmarnsundquerung.