Dr. Till Kemper vom Frankfurter Standort ist vom Bauausschuss des Deutschen Bundestages als Sachverständiger zur Anhörung zum neuen Baulandmobilisierungsgesetz berufen. Das Baulandmobilisierungsgesetz zielt auf die Sicherung von bezahlbarem und sozial gefördertem Wohnungsbau sowie der Schaffung neuen Baulandes ab. Nach Dr. Kemper enthält das Gesetz zahlreiche Ansätze, die diesem Ziel zuträglich sind. „Jedoch wird insgesamt das Ziel verfehlt, neues Bauland in großem Stil zu mobilisieren und bezahlbaren Wohnraum zu sichern; der Fokus des Entwurfs liegt zu stark auf dem sozial geförderten Wohnungsbau. Der große Bedarf bei Kommunen an bezahlbarem Wohnraum ist aber erheblich. Sofern keine Änderungen kommen, werden die Kommunen zur Deckung Ihres Bedarfs weiterhin auf Modelle des städtebaulichen Vertragswesen in Verbindung mit Konzeptausschreibungen angewiesen bleiben. Hier wäre größere Nachbesserung erforderlich.“ Zugleich sei jedoch erfreulich, dass auch mit dem Baulandmobilisierungsgesetz eine größere Flexibilität, insbesondere für Mischnutzungsimmobilien, denen die Zukunft gehört, eingeräumt wird.